Karate GurtKumite Karate KampfKata Formen KarateKihon Grundschule KarateKarate Training

Karatetrainer KurtKurt - 3. Dan Goju Ryu Karate, 2. Dan Kobudo
Seit 1989 gehört Kampfsport zu meinem Leben. Angefangen habe ich mit Karate in Burgdorf. Seit 2001 trainiere ich im Dojo Silholzli und bin seit 2011 Dojoleiter. Kobudo, eine japanische Kampfkunst mit Waffen, ist meine zweite Leidenschaft. Daneben trainiere ich Krav Maga und Kickboxen. Ausserdem fahre ich gerne Motorrad.

Karatetrainer RomanRoman - 2. Dan Goju Ryu Karate
Infiziert hat mich der Goju Ryu Virus 1995. Eigentlich wurde ich von einer Freundin als Anhängsel zu einem Selbstverteidigungskurs mitgeschleppt. Daraus wurden dann mehr als 20 Jahre. Zwischenzeitlich war ich noch im Ausland und trainierte dort mangels Alternativen in einem Shotokan-Dojo. Karate-Turniere waren eine Zeit lang eine Leidenschaft und für mich eine reiche Erfahrung. Den nächsten Dan Grad zu jagen, finde ich jetzt nicht mehr so spannend. Lieber unterstütze ich unsere Leute in ihrer Entwicklung und investiere meine Zeit in die Erforschung unseres Stils.

Karatetrainerin AlinAlin - 2. Dan Goju Ryu Karate
Mein Karate Do begann 1991 in einem Kinderzeltlager mit einem nicht ganz echten und auch nicht wirklich extra eingeflogenen Japanischen Grossmeister (wie man so ein Thema kindgerecht verpacken kann). Zuerst spielerisch, dann mit dem Wunsch nach Selbstverteidigungskompetenz und zwischenzeitlich als Wegschule begleitet mich Karate auch ausserhalb vom Dojo. "Respekt" ist ein wichtiger Budo Inhalt und wird auch in unserem Dojo gross geschrieben.

 

Der modulare Trainingsaufbau des Karatetrainings

Die Struktur des Goju Ryu Karatetraining besteht aus einem modularen Aufbau. Die einzelnen Module decken den gesamten Bereich vom Erlernen der einzelnen Technik, bis zur Anwendung als Selbstverteidigung und Kampf ab.

In jedem Modul gibt es einfache Übungen, mit denen Anfänger die ersten Schritte machen können, bis hin zu anspruchsvollen Übungen, die auch einem gut trainierten Sportler das Letzte abverlangen können. Das Karate-Training orientiert sich immer an unserer wichtigsten Regel: Karate beginnt nie mit einem Angriff, dient also nur zur Selbstverteidigung.

二、空手に先手無し 

 

Trainingsmodul Kihon 基本 - die Grundschule

Der japanischen Begriff Kihon bezeichnet im Karatetraining die Grundschule der Techniken. Kihon ist nicht nur für Anfänger die wichtigste Trainingsform, da hier die Grundlagen für instinktive Reaktionen geübt werden. Wiederholung der Bewegung ist einer der Schlüssel, die zum Erfolg führen. Zum Kihon gehören Block- und Angriffstechniken und Bewegungsmuster, wie z.B. Angriffs- oder Ausweichmanöver.

 

Trainingsmodul Kata 形型 - die Selbstverteidigungs-Toolbox

Kata waren von Anfang an eines: ein Memory-Tool um Selbstverteidigungstechniken zu unterrichten. Eine Kata ist auf den ersten Blick ein Ablauf von Bewegungen mit Abwehr- und Angriffsmustern. Die Bewegungsrichtung ändern sich laufend.

Die spezifischen Muster und elementaren Taktiken des jeweiligen Karatestils entfalten ihr volles Potential erst in einer Kata. Diese Sets von Angriffs- und Abwehrtechniken simulieren Phasen und Rythmen eines Kampfes. Sie sind das Gedächtnis des Karate.

Die ursprüngliche Kraft des Goju Ryu mit dynamischen und natürlichen Bewegungen, folgt dem Pulsschlag des Kampfes. Sehr typisch sind die Wechsel zwischen stabilen und dynamischen Stellungen. Der Angriff folgt auf Verteidigung mit kurzen und fliessenden Nahkampftaktiken.

 

Trainingsmodul Bunkai 分解 - Selbstverteidigung wird real

Im Modul Bunkai geht es zur Sache. Du nutzt Techniken aus der Kata gegen echte Angriffe. Eine Kata ist eine Form, die sich nicht gross verändert und sich auch nicht deinen individuellen Möglichkeiten anpasst. Im Bunkai passiert genau das. Du machst die Bewegungen der Kata individuell. Du passt dich der Situation und dem Angriff an. Ein positiver Nebeneffekt: du lernst ein tieferes Verständnis für die Bewegungen in der Kata.

 

Trainingsmodul Kumite 組手 - der Zweikampf

Im Kumite wird der direkte Zweikampf  geübt. Besonders wichtig sind Flexibilität, Schnelligkeit und die Fähigkeit, auf unvorhergesehenes reagieren zu können. Neben den physischen Training, soll man sich dabei auf Schritt für Schritt an die mentale Auseinandersetzung gewöhnen, um einem Kampf instinktiv folgen zu können.

 

Gurtsystem und Prüfungen

Das Gurtsystem ist eine moderne Erfindung. Jede Gurtfarbe steht für eine Stufe, vom der ersten Stufe in reinem Weiss, bis zur höchsten Stufe in Schwarz. An der Stufe orientiert sich auch unser Trainingsprogramm. Jede Stufe hat ihre Zieltechniken, Kata, Bunkai und Kumiteübungen. Der Grad steigt natürlich mit der Stufe. Wenn du bereit bist für die nächste Stufe  geht es an die Prüfung. Prüfungen finden zweimal im Jahr statt. Der Prüfungserfolg wird im Karatepass eingetragen und ist auch international anerkannt (SKF Lizenz). 

 

Hast du einen smarten Trainingsplan?

Die meisten Menschen nicht.

In der Tat, meist hat man keine Ahnung über optimalen Trainingsumfang, Häufigkeit oder Intensität. Man geht einfach nach Gefühl. Wenn man aber eine ständige Verbesserung erreichen will, muss man eine solide, langfristige Strategie aufbauen, um genau zu wissen, wie viel, wie oft und wie stark man Karate trainieren soll.

Was passiert, wenn man trainiert? Dein Körper wird Stress ausgesetzt, du verbrennst Energie und dein Körper schüttet Moleküle aus. Du erreichst einen katabolen Zustand.

Jetzt beginnt die Erholungsphase. Der Körper heilt sich als Reaktion auf den Trainingsstress selber und stellt die Energie wieder her. Dies ist der anabole Zustand. Dein Körper stellt aber nicht den gleichen Zustand wie vor dem Training her, sondern etwas mehr, um dieser Belastung nun gewachsen zu sein. Du erreichst die Phase der Superkompensation.

Dein nächstes Training solltest du genau in dieser Phase durchziehen. Warum? Trainierst du zu früh, hatte dein Körper keine Zeit zur Erholung und Superkompensation, was am Ende in einen übertrainierten Zustand führt. Trainierst du zu spät, fällt dein Körper auf das alte Level zurück, du verbesserst dich nicht.

Geh so oft wie möglich ins Dojo, aber höre sofort auf, wenn du Symptome eines übertrainierten Zustandes bemerkst (Gelenkschmerzen, keine Konzentration, dauernder Muskelkater, Unwohlbefinden usw.). Generell solltest du dich nach JEDEM Training besser fühlen.